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Psychologie und Laufen für nachhaltige Gesundheit

Nachhaltig gesünder.

15. November 2016

Same procedure as last year – Jahresziele setzen

 

vier-lebensbereiche

 

Noch zwei Monate, dann ist das Jahr 2016 Geschichte, und für 2017 habe ich bereits einige feste berufliche und private Termine im Kalender stehen. Damit wird es langsam Zeit für die Jahresplanung 2017. „Jahresplanung“… – das hört sich ziemlich unsexy an, irgendwie nach Buchhaltung, Kontrolle, und Excel-Tabellen. Alles Themen bzw. Dinge, die nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehören. Trotzdem setze ich mich am Ende jedes Jahres hin und „plane“ das kommende Jahr. Doch was genau treibe ich da?

Als Verfechterin einer ausgewogenen Lebensbalance setze ich mir in Anlehnung an das Modell des medizinischen Psychologen Norat Peseschkian Ziele für alle wichtigen Lebensbereiche, also für die Bereiche Arbeit & Leistung, Körper & Gesundheit, Familie & Freundschaften sowie Sinn & Werte. Wenn man darauf achtet, dass diese vier Lebensbereiche gleichwertig gepflegt werden, fühlt man sich zufriedener und gesünder. So die Forschungsergebnisse von Peseschkian – und ich kann das aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

Für 2016 hatte ich mir beispielsweise für den Bereich Arbeit & Leistung das Ziel gesetzt, noch mehr im Einklang mit meinen Werten zu arbeiten. Aus diesem übergeordneten Ziel habe ich dann einzelne Aufgaben abgeleitet, z.B. das (erneute) Reflektieren meiner Werte und das anschließende „Aussortieren“ ungeliebter Kunden bzw. Aufträge. Denn nur wer Altes loslässt, kann Zeit und Energie für Neues frei räumen. Trotz anfänglicher Anflüge von Existenzangst hat sich diese Strategie für mich ausgezahlt, denn tatsächlich ergaben bzw. ergeben sich neue berufliche Möglichkeiten, für die ich sonst vielleicht gar kein Auge bzw. Ohr gehabt hätte.

Für den Bereich Körper & Gesundheit war mein wichtigstes Ziel, neben der Bewegung und der gesunden Ernährung verstärkt den Fokus auf das Thema Entspannung zu richten und verschiedene Methoden auszuprobieren. Ich habe dabei Feldenkrais und „bewegte Meditation“ als wirkungsvollste Methoden für mich entdeckt. Diese weiterhin konsequent zu betreiben, wird sicherlich zu meinen Zielen bzw. Aufgaben 2017 gehören.

Für den Bereich Familie und soziale Beziehungen hatte ich mir unter anderem das Ziel gesetzt, mehr Qualitätszeit mit meinem Mann zu verbringen und einen Konflikt mit einem Familienmitglied zu klären. Ersteres haben wir umgesetzt, indem wir Abende, Wochenenden und Urlaubstage, an denen Mia nicht da war, für echte gemeinsame Aktivitäten genutzt haben (dazu zählt nicht, nebeneinander lesend auf der Coach zu sitzen). Der Versuch, den Konflikt zu klären, scheiterte leider bisher, aber ich bleibe dran und nehme dieses Ziel mit ins neue Jahr. Vielleicht entscheide ich mich letztendlich dafür, diese Beziehung dauerhaft zu beenden, auch wenn mir das Loslassen bei Beziehungen vielleicht am schwersten fällt.

In den vierten Bereich fällt alles, was mit dem übergeordneten Sinn, den man seinem Leben gibt und den Werten, nach denen man leben möchte, zu tun hat. Außerdem auch die Themen Lernen und persönliche Weiterentwicklung. Für 2016 war mein Ziel hier, die Ausbildung zur Lauftherapeutin zu machen und mich mehr mit dem Thema Religion zu beschäftigen. Beides sind Dinge, die ich ins neue Jahr mitnehmen werde: Die Ausbildung ist begonnen, aber geht noch bis Ende 2017, und Mias Entscheidung, sich konfirmieren zu lassen, bringt es automatisch mit sich, sich mit dem eigenen Glauben (oder Nicht-Glauben) auseinanderzusetzen.

Die genannten Ziele im Bereich Sinn & Werte berühren auch andere Lebensbereiche (Arbeit & Leistung sowie Familie & soziale Beziehungen). Das liegt zum einen daran, dass die anderen Lebensbereiche in gewisser Weise davon abhängen, welchen Sinn ich dem Leben gebe und welche Werte mir wichtig sind. Zum handelt es sich bei dem Modell eher um eine akademische Kategorisierung bzw. eine „Denkhilfe“ als um eine trennscharfe Aufteilung.

Mir hilft das Modell dabei, meinem Leben für das nächste Jahr eine Richtung zu geben, neue Projekte anzugehen, Prioritäten zu setzen und dabei alle Lebensbereiche gleichwertig im Fokus zu behalten. Und um meine „Planung“ noch weniger Excel-mäßig zu gestalten, bastele ich aus den von mir festgelegten Zielen eine Collage, die ich so platziere, dass ich sie regelmäßig vor Augen habe. Dieser visuelle Kompass hilft mir bei Entscheidungen darüber, für welche Dinge und Personen ich meine Zeit reserviere. Denn Zeit haben wir alle gleich viel – 24 Stunden am Tag. Wie wir diese nutzen möchten, das können wir selbst entscheiden. Sich ein paar Stunden hinzusetzen und zu überlegen, wie das kommende Jahr aussehen kann, „kostet“ ein paar Stunden Zeit, führt aber dazu, dass man die verbleibende Zeit sinnvoller (je nach persönlichen Werten und Zielen) nutzen kann.

 

Erstellt von lauf · Kategorien: Gesundheit, Psychologie

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